Jahresbericht

   

 Bericht der 1. Vorsitzenden über das Geschäftsjahr 2020

 

 

Mitgliederentwicklung

Zum 1. Januar 2021 hat das Sozialwerk 9 aktive und 7 passive Mitglieder. Es ist sehr erfreulich, dass wir Ende 2020 zwei neue aktive Mitglieder beim Sozialwerk begrüßen konnten.

 

Im Jahr 2020 lag das Spendenaufkommen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.  Zusätzlich erhielt das Sozialwerk Zuwendungen anlässlich der Trauerfeiern für Herrn Walter, Herrn Simmon und Herrn Ludewig.

 

Wir danken allen Spendern für ihre Unterstützung und versprechen, uns auch in Zukunft für eine sinnvolle Verwendung der Spenden einzusetzen.

 

 

Schwerpunkte unserer Arbeit im Jahr 2020

 

Die mit der Coronapandemie einhergehenden Einschränkungen, von denen alle von uns betreuten Institutionen betroffen waren, haben unsere Arbeit im vergangenen Jahr sehr stark beeinflusst.

 

Senioren:

Ausflüge organisiert vom Sozialwerk:

Es konnte nur die für den Monat September geplante Busfahrt durchgeführt werden. Alle anderen Ausfahrten mussten abgesagt werden.

Altenheim Haus Flottbek-Nienstedten

Das für bedürftige Bewohner(innen) dieser Einrichtung geführte „Verwahrkonto“ wurde im März und August aufgefüllt. Mit dem Geld aus diesem Konto werden Friseurbesuche, Fußpflege, Anschaffung von Büchern, eine Erfrischung bei gemeinsamen Ausflügen etc. finanziert. Da in diesem Jahr beinahe alle Ausflüge ausfielen, wurden einmal Süßigkeiten gekauft, um die Bewohner(innen)ein wenig zu „verwöhnen“ und ein bisschen über die ausgefallenen Aktivitäten „hinweg zu trösten“.

Seniorenzentrum Bugenhagen

Das monatliche Taschengeld für bedürftige Bewohner(innen) wurde auch in diesem Jahr beibehalten. Das auch in dieser Einrichtung vorhandene „Verwahrkonto“, das überwiegend für die Finanzierung von Ausflügen dementer Bewohner eingesetzt wird, musste nicht aufgestockt werden.

Ernst und Claere Jung-Stiftung

Die Anschaffung eines Tablets, das zur Durchführung von Videobegegnungen mit Angehörigen eingesetzt wurde, half den unter den Kontaktbeschränkungen stark leidenden Bewohner(innen) wenigstens ein bisschen.

Seniorenresidenz Groß-Flottbek

Die Leitung des Sozialen Dienstes bat uns um Unterstützung in Form eines monatlichen Taschengelds für einen Bewohner, der aufgrund ungeklärter Zuständigkeiten keine Sozialleistungen erhält.

 

Kitas/Schulen:

unsere seit Jahren durchgeführte Weihnachtsaktion fand zu den gleichen Konditionen wie in den Vorjahren   auch im Jahr 2020 statt. Es wurden bedürftige Familien in den folgenden Einrichtungen im Rahmen der Weihnachtsaktion unterstützt: Kita Melanchton, Grundschule Groß Flottbek, Gymnasium Hochrad, Gymnasium Othmarschen, Christianeum 

 

                                                                                                                                          

Schwerpunkt unserer Arbeit war jedoch die Unterstützung der in den betreuten Einrichtungen durchgeführten Projekte.

Kita Melanchthon: Gesundes Kinderfrühstück mit Produkten aus der Region

Kita Bugenhagen: Unterstützung der heilpädagogischen Arbeit mit körperlich behinderten Kindern durch Zuschuss für die Beschaffung von Bewegungsmaterial.

Kita Windmühlenweg: Anschaffung von Kamishibai Bildkarten zur Förderung der Sprache und Sozialkompetenz.

Kita Bernadottestraße: Für den Morgenkreis wurden Sitzkissen und ein Wagen für deren Aufbewahrung angeschafft.

Loki-Schmidt-Schule: Unterstützung von Anschaffungen für den Musikunterricht.

Bugenhagen-Schule: Anschaffung von Materialien für ein Sprachförderungsprojekt und von Blumenkästen zur Bepflanzung durch die Kinder. 

Elbe-Aktiv-Spielplatz: Zuschuss für die Anschaffung neuer Kettcars und Helme.

Es wurden drei Bücherkisten aus einem Angebot der „Zeit“ angeschafft und an die Kitas Melanchton, Holmbrook und Bernadottestraße verteilt.

 

Behindertenbetreuung:

Schule Hirtenweg: Die Schülerband „Die heißen Reifen“ erhielt Unterstützung für die Ersatzbeschaffung von nicht mehr brauchbaren Ausrüstungsgegenständen.

Behindertenhilfe Christuskirche: das Kinderferienprogramm wurde gefördert.

Elbschule (Gehörlose): Zuschuss zu einem ergotherapeutischem Projekt.

 

Lebensmittelgutscheine: die Anzahl der mit Lebensmittelgutscheinen unterstützen Personen wurde ein wenig erweitert. Lebensmittelgutscheine gingen an Bewohner(innen) der Wohnunterkunft Notkestraße und der Zimmer-Mohr-Stiftung sowie an bedürftige Einzelpersonen.

 

Familien/Einzelpersonen:  wie in jedem Jahr wurden die

Bewohner(innen) der Kirchenkate der Christuskirche, der Zimmer-Mohr-Stiftung sowie bedürftige Einzelpersonen durch Oster- und Weihnachtsgeschenke erfreut. 

 

Sonstige Institutionen:

Friedenshort im Urnenfeld: Unterstützung des Ferienprogramms (Ausflüge, Museumsbesuche, Schwimmbad…), Zuschuss zur Vorgartengestaltung, kleine Weihnachtsgeschenke für die Bewohnerinnen.

Wohnunterkunft Notkestraße:  Unterstützung für Bewohner(innen) der Notkestraße, die die Einrichtung verlassen, um einen eigenen Hausstand zu gründen und Bedarf an Haushaltgeräten u.Ä. haben.

Altonaer Kinderkrankenhaus: Zuschuss zur Anschaffung von Büchern für die Leseecke

 

Danksagung und Abschied

 

Zum Ende meines Berichtes möchte ich meinen Rückzug aus der aktiven Mitarbeit sowie die Niederlegung des Vorsitzes des Sozialwerks bekannt machen. Ich danke allen Mitgliedern des Sozialwerks für die sehr engagierte, gute Arbeit der vergangenen Jahre sowie dem Vorstand des Bürgervereins für die gute Zusammenarbeit.

 

 

Ursula Ihrig

 

Dank an die Spender

Das Sozialwerk des Bürgervereins bedankt sich ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die uns mit ihren Zuwendungen auch im vergangenen Jahr unterstützt haben. Mit Ihrer Hilfe können wir auch im Jahr 2021 unsere ehrenamtliche Arbeit für Hilfsbedürftige in unseren Stadtteilen fortsetzen.

Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir Sie regelmäßig über unsere Arbeit in „Unser Blatt“ unterrichten. Wir wünschen Ihnen alles Gute für das neue Jahr.

Ihre Sozialwerker

Einblick in das breite Spektrum  der Verwendung Ihrer Spenden

 

 

Die Behindertenhilfe der Christuskirche Othmarschen

 

Im November besuchten sechs behinderte Pfadfinderkinder mit ihren Gruppenbetreuern für einen Tag eine Siebdruckwerkstatt. Zur Vorbereitung auf den Werkstattbesuch wurden bei den wöchentlich stattfindenden Gruppentreffen von den  Kindern Motive gezeichnet. Sie malten mit viel Ausdauer Gesichter, Tiere, Dinosaurier und „abstrakte Kunstwerke“. Beim Besuch der Druckwerkstatt wurde den Kindern am Vormittag zunächst das Druckverfahren erklärt und die Siebe für den Druck vorbereitet. Nach der Mittagspause ging es dann los. Die unterschiedlichsten Motive - besonders beliebt waren die Dinos -  wurden von den Kindern auf die Siebe übertragen und anschließend auf T-Shirts, Pullis und Stoffbeutel gedruckt. Die Kinder waren begeistert davon, ihre eigenen Motive drucken zu können, und konnten am Ende des Tages ihre selbsthergestellten Produkte stolz den Eltern präsentieren.

 

Die Betreuer waren sich einig: "Dieser Aktionstag kam bei den Kindern so gut an, dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Aktionstage für behinderte Kinder anbieten wollen."

 

     

Alten-Pflegeeinrichtung Bugenhagenhaus

Hier berichtet Leiterin der Sozialen Betreuung, Frau Katharina Hesse:

Es ist Dienstagmittag. Frau Bauer (Name geändert) sitzt im Gemeinschaftsbereich an ihrem Platz und isst ihren Eintopf. Um Punkt 12 Uhr geht die Fahrstuhltüre auf, und ein großes Regal auf Rollen wird aus dem Aufzug geschoben. Eine Mitbewohnerin ruft von weitem „Da sind Sie ja wieder! Ich hätte gern eine Tüte Schokolinsen“. Frau Bauer wird hellhörig: sie liebt Schokolinsen! Die rosafarbenen mag sie besonders gern. Sie denkt nach. Wie lange habe ich die nicht mehr gegessen? Frau Bauer hat ihr Mittagessen  aufgegessen und fährt in ihrem Rollstuhl einmal zu dem großen Regal hin, um zu sehen, was dort noch alles draufsteht. Sie erfährt, dass es sich bei dem Regal auf Rollen um einen mobilen Kiosk handelt, den „Hökerwagen“.

Hier werden einmal in der Woche beliebte Kleinigkeiten verkauft. Ganz besonders gut kommen Schokolade, Lakritz und Taschentücher an. Frau Bauer weiß, dass sie kein Geld hat, um sich die geliebte Süßigkeit zu kaufen. Frau Bauer muss ihr Geld zusammenhalten. Sie kann sich die Linsen einfach nicht leisten. Also muss sie umkehren.

Solche und ähnliche Situationen begegnen uns in Zeiten von Altersarmut häufig. Der gewohnte Lebensstandard kann aufgrund kleiner Renten nicht annähernd gehalten werden. Zu viel von der Rente geht für Heimkosten, Medikamente und notwendige Dinge des täglichen Lebens ab, oft, bis nichts mehr übrig ist.

 

Wir vom Bugenhagenhaus bemühen uns jeden Tag darum, unseren Bewohnerinnen und Bewohnern den Lebensabend so angenehm wie möglich zu gestalten – doch vieles ist eben nicht schaffbar. Das Sozialwerk des Bürgervereins Flottbek Othmarschen trat an die Einrichtung heran und begann sofort, auf unterschiedliche Art zu unterstützen. Wir haben dem Werk den liebevollen Untertitel „Hilfe aus dem Off“ gegeben. Für die hier lebenden Menschen unsichtbar, aber immer wieder und konstant zuverlässig und hilfreich. Sei es die Kostenübernahme eines wichtigen, aber privat zu zahlenden Medikaments, ein kleines Taschengeld für die „Schokolade zwischendurch“, eine kleine Aufmerksamkeit zu Weihnachten, Finanzspritzen für Ausflüge oder das Sponsern einer leckeren Torte für einen runden Geburtstag.  Dabei stets rücksichtsvoll-zurückhaltend, den Menschen als Individuum betrachtend, mit kreativen Lösungsansätzen.

 

Wir arbeiten nun seit fast 1 ½ Jahren gemeinsam daran, die Lebensqualität unserer Bewohnerinnen und Bewohner ein Stück weit zu verbessern, was jeden Tag ein kleines bisschen mehr gelingt. Frau Bauer war bei uns eine der ersten Bewohnerinnen, die von der „Hilfe aus dem Off“ profitieren konnte – sie erhält ein kleines monatliches Taschengeld. Nun wartet sie jeden Dienstag um die Mittagszeit auf den „Hökerwagen“, um sich ihre Schokolinsen zu kaufen.

 

Die Mädchenwohngruppe „Friedenshort“ der evangelischen Jugendhilfe

 

berichtet begeistert über die vom Sozialwerk ermöglichten Gartenmöbel. Die elf Mädchen der Wohngruppe haben es besonders in diesem heißen Sommer genossen, auf den bequemen Liegen in der Sonne zu dösen oder auf den im Schatten der hohen Eiche zu einer Sitzgruppe aufgestellten Stühlen miteinander zu klönen. Ein kleiner Segeltuch- Pavillon erfuhr seine Einweihung schon im Winter. Er erwies sich als standfest und hielt sogar den Schnee auf seinem Dach aus. So konnte bei heißem Apfelpunsch im winterlichen Garten gemütlich gefeiert werden. Die Mädchen und Erzieherinnen der Wohngruppe Friedenshort bedankten sich herzlich beim Sozialwerk für diese Sommer- und Winterfreuden.

 

Behindertenschule Hirtenweg

Die Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung schickte als Dank für unsere Unterstützung beim Kauf von Fahrradhelmen ein Foto der begeisterten

  

 

 

 

Bei diesen und vielen anderen Aktivitäten des Sozialwerks macht uns unsere ehrenamtliche Tätigkeit besonders viel Freude. Haben auch Sie Lust, unser Team durch Ihre aktive Mitarbeit zu unterstützen?

 

Dann nehmen Sie bitte Kontakt auf unter e-mail:  helga.fox@gmx.de oder ihrig.ursula@gmail.com oder über die Geschäftsstelle des Bürgervereins, Tel.: 8907710

 

Auch Ihre Spenden sind zielführend:

Sozialwerk des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen 

Konto DE 35 2005 0550 1043 2193 67

Wir würden uns sehr freuen!