Unser Verein

 

Vereinsadresse:
Archiv Flottbek-Othmarschen des Bürgervereins e.V.; Waitzstraße 26, 22607 Hamburg

 

Ort des Archivs:
Volkshochschule West, Waitzstraße 31, Haus A; 1.Stock, Raum A 110

Öffnungszeiten:
In der Regel donnerstags von 10 bis 12 Uhr; ein anderer Termin kann vereinbart werden mit Erika Beilfuß (Tel. 880 22 45, E-Mail:
erika.beilfuss@gmx.de) oder Johann Eitmann (Tel. 890 46 31, E-Mail: joh.eitmann@hamburg.de).

 

Telefonkontakt:
040 880 22 45 (Erika und Christoph Beilfuß) oder
040 890 46 31 (Johann Eitmann)

E-Mail-Kontakte:
archiv@bvfo.de

erika.beilfuss@gmx.de

christoph.beilfuss@gmx.de


Vereinsvorstand:
1. Vorsitzende:: Erika Beilfuß
2. Vorsitzende:: Sabine Witte
Schatzmeister:  Christoph Beilfuß

Kontoverbindung:
IBAN: DE61 2005 0550 1043 2253 98

 

Mitgliedschaft:
Der Jahresbeitrag beträgt 50 €
Spenden und Mitgliedsbeiträge sind steuerabzugsfähig. Eine Zuwendungsbescheinigung wird bei Angabe des Namens und der Adresse unaufgefordert zugeschickt.

 

Geschichte des Archivs

 

Die Idee eines Archivs beschäftigte Gerhard Simmon bereits seit Jahren. Auch andere Vorstandsmitglieder des Bürgervereins waren in entsprechende Gedanken eingebunden. Nach der Wahl von Manfred Walter zum 1. Vorsitzenden des BVFO im Jahre 2005 verdichteten sich die Überlegungen und es gab sowohl bei den Sitzungen unseres Bürgervereins wie auch in diversen Einzelgesprächen viele Anregungen, um etwa solche Fragen zu klären: Finanzierung, Räumlichkeiten, Namensfindung, was soll gesammelt werden, sowie Gemeinnützigkeit über Bürgerverein oder Archiv als Tochter (wie das Sozialwerk) sicher zu stellen.

 

Es folgte die Erarbeitung einer Satzung nach Entwurf unseres Mitglieds Notar de Grahl durch Gerhard Simmon und Hans-Günter Steffens. Nach der Wahl von Joachim Brückner auf der Hauptversammlung des BV 2007 als Beisitzer ging die Bitte an ihn als möglichen 1. Vorsitzender des neuen Archivs, mit dem zuständigen FA Nord die Satzung zu prüfen, um die Kriterien für die Gemeinnützigkeit zu schaffen. Mit Herrn Steffens und Frau Clubley, VHS, wurden Raumverhandlungen geführt. Die Anmietung eines Raumes in der Volkshochschule über den Bürgerverein erfolgte mit Beschluss des Vorstandes BVFO und des Arbeitskreises Archiv ab Juli 2008.

 

Eine Startfinanzierung gelang durch Spenden von acht aktiven „Mitgliedern“ des Archivs, davon waren die Herren Simmon und Steffens mit über der Hälfte des Gesamtbetrages beteiligt.

 

 Nicht nur die Gedanken, eventuell Sammlungen von Dr. Ahrens, Bobardt, Timm, Schwarze, Simmon und Anderer zu erhalten, waren maßgeblich, sondern auch die vielen „Schätze“ in Privathäusern vor dem Wegwerfen zu bewahren. Entschieden wurde jedoch im Arbeitskreis die Konzentration der Exponate auf die Stadtteile Flottbek und Othmarschen.

 

Nächste Aufgaben waren Gründungsmitglieder für den neuen Verein zu finden und Hilfen für das Tagesgeschäft sowie Geld- und Sachspender. Dann endlich im April 2009 war die Satzung mit dem Finanzamt abgeklärt und wurde am 8. Juni 2009 beschlossen. Gründungsmitglieder waren Eva Börm und Hedwig Sander, sowie Joachim Brückner, Gerhard Simmon, Hans Günter Steffens, Manfred Walter und Dr. Ralph Wittchen. Am 24. Juni 2009 erfolgte die Eintragung des neuen Archiv-Vereins mit dem Vorstand Joachim Brückner, Manfred Walter und Dr. Harald Brandes in das Vereins-Register.

 

In „Unser Blatt“ September 2009 berichtete Herr Brückner über die Errichtung und Eintragung unseres Archivvereins. Im Juni 2010 erschien in „UB“ der Bericht über die erste Hauptversammlung des Archiv-Vereins für 2009. Weitere aktive Mitglieder waren von Beginn an Klaus Creutzenberg und Peter Illig.

 

Die ersten Jahre hielt Herr Simmon den Verein finanziell am Leben und ermöglichte außerdem große Sammlungskäufe durch Spenden. Danke sehr dafür. Bei dem heutigen Stand des Vereins und nach zehn Jahren Tätigkeit vieler engagierter ehrenamtlicher Helfer/innen, denen an dieser Stelle ebenfalls ein Dank gebührt, kann rückblickend gesagt werden: „Es war richtig alle Anstrengungen zu unternehmen, viele unersetzliche Belege vor dem Entsorgen zu schützen“.

 

Mittlerweile hat sich das Archiv durch Herausgabe der Chronik „700 Jahre Othmarschen“, Führungen zu Othmarschen und der Waitzstraße sowie durch regen Austausch mit interessierten Bürgern und Weitergabe von Unterlagen wie auch Fotos einen festen Platz als eigenständige Tochter des Bürgervereins erarbeitet. Dank an den amtierenden Archiv-Vorstand Erika Beilfuß, Manfred Walter (gestorben 2020) und Christoph Beilfuß sowie alle Mitglieder, Förderer und Mitarbeiter.

 

Jubiläum: 10 Jahre Archiv des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen im Februar 2019

 

 

Wer Fotos vom alten Othmarschen oder historische Karten von Flottbek sucht, wird im Archiv in der Waitzstraße fündig. Seit zehn Jahren sammelt man dort alles über die beiden Stadtteile. Ehrenamtliche Mitarbeiter katalogisieren, beantworten Anfragen, bieten Führungen für Schulen an oder organisieren Ausstellungen. Kurz: Das Archiv hat sich seit seiner Gründung zu einer festen Größe im Stadtteil entwickelt.

 

Dieses Jubiläum wurde im Anschluss an die Mitgliederversammlung am Freitag, den 15. 2. 2019 um 17 Uhr in der Geschäftsstelle des Bürgervereins mit einem geselligen Beisammensein gefeiert. 

 

Jahresbericht 2019

 

Wieder ist ein ereignisreiches Jahr vorbei. Die Zeit vergeht so schnell und der Archivverein konnte im Frühjahr schon sein 10-jähriges Bestehen feiern. Bei einem kleinen Umtrunk im Anschluss an die Mitgliederversammlung erinnerten sich die Anwesenden unter anderem an die Vereinsgründung, die nicht unwesentlich von Herrn Gerhard Simmon angeregt und unterstützt wurde, und an das, was in den letzten Jahren geleistet wurde (z. B. Chronik). Im vergangenen Jahr starb leider unser langjähriger 1. Vorsitzender, Herr Brückner, der zu den Gründungsmitgliedern gehörte. Als Nachfolgerin in seinem Amt wurde auf der Mitgliederversammlung Frau Erika Beilfuß gewählt.

 

Anfang Februar war die Eröffnung unserer Fotoausstellung zur Waitzstraße. Wir zeigten bis Ende August in der VHS circa 120 Fotos aus den vergangenen 130 Jahren. Insbesondere die Gegenüberstellungen früher und heute verdeutlichten die äußeren Veränderungen in unserer Einkaufsstraße. Führungen durch die Ausstellung waren z. T. gut besucht und brachten ein paar zusätzliche Einnahmen durch Spenden. 2020 werden wir erst einmal eine schöpferische Pause einlegen und uns auf das „Tagesgeschäft“ konzentrieren. Vielleicht können wir auch einen Beitrag zum 250. Geburtstag von Staudinger (im Januar) leisten.

 

2019 wurde der „Kultur- und Geschichtspfad Othmarschen“ eingeweiht, der auf 15 Tafeln (Start am Bahnhof vor dem „Block-House“) verschiedene Sehenswürdigkeiten beschreibt. Auf den Tafeln steht das Wesentliche, über den QR-Code lassen sich mit einem Smartphone weitere Bilder und Texte herunterladen. Das Stadtteilarchiv Ottensen war vom Bezirk mit der Aufgabe betraut worden, diesen Pfad einzurichten; wir haben Bilder beigesteuert und mit den beiden Verantwortlichen, Frau Gewehr und Frau Rees, zusammengearbeitet.

 

Das Archiv kümmert sich ja nicht nur um das „Alte“, sondern verfolgt auch mit Bild und Texten die derzeitigen Veränderungen in Othmarschen und Flottbek. Zu erwartende oder möglicherweise noch zu verhindernde Großbaustellen (wie z. B. die Fernwärmetrasse entlang der Parkstraße und Groß Flottbeker Straße sowie der große Kreisel an der Kreuzung Reventlowstraße/Walderseestraße), wenig ansprechende und zu massige Neubauten, die nicht ins Straßenbild passen, werden uns beispielsweise beschäftigen.

Mitgliederversammlung 2020

 

Mitgliederversammlung am 18. 2. 2020 um 17 Uhr in der Geschäftsstelle des BVFO, Waitzstraße 26, (noch als Präsenzversammlung ohne Auflagen wegen Covid 19)

 

Tagesordnung:

 

  1. Begrüßung und Eröffnung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolls der letzten Hauptversammlung am 15. 2. 2019
  4. Rechenschaftsbericht des Vorstands und Jahresabrechnung 2019
  5. Haushaltsvoranschlag für 2020
  6. Bericht der Rechnungsprüfer
  7. Entlastung des Vorstands
  8. Wahl neuer Rechnungsprüfer*innen
  9. Verschiedenes

 

Protokoll der Mitgliederversammlung am 18. 2. 2020, 17 Uhr in der Geschäftsstelle des Bürgervereins, Waitzstraße 26

 

 

Anwesende:
Damen: Beilfuß (1. Vors.), Börm, Joost (Gast), Martiensen, Witte
Herren: Beilfuß (Schatzmeister), Creutzenberg, Eitmann, G. Simmon, Dr. Wittchen.
Herr Walter (2. Vors.) kann krankheitsbedingt nicht kommen. Alle Anwesenden wünschen ihm gute Besserung.

 

TOP 1: Frau Beilfuß begrüßt die Anwesenden und eröffnet pünktlich die Versammlung mit dem Hinweis, dass fristgemäß eingeladen wurde und die Versammlung beschlussfähig ist.

TOP 2: Die Tagesordnung wird in der vorliegenden Fassung einstimmig angenommen.

 

TOP 3: Das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung am 15. 2. 2019 wird einstimmig genehmigt.

 

TOP 4: Herr Beilfuß berichtet über die Aktivitäten des Vereins 2019, die er schon in einem Brief an die Mitglieder im Dezember erläutert hat.
- Der Archivverein feierte sein 10-jähriges Jubiläum
- Die Fotoausstellung (Die Waitzstraße früher und heute), die am 5. 2. 19 in der VHS eröffnet wurde und bis Ende September zu sehen war, war wieder ein großer Erfolg. In 32 Rahmen wurden rund 120 Fotos der Einkaufsstraße am Bahnhof Othmarschen gezeigt. Zusätzliche kostenlose Führungen von Herrn Beilfuß waren zumeist gut besucht. Das Fotobuch mit allen Bildern, das nach Vereinbarung Interessierten gezeigt werden kann, die nicht in die VHS kommen können (nicht barrierefrei), wurde bisher wenig nachgefragt.
- Der Kultur- und Geschichtspfad Othmarschen mit 15 Tafeln wurde unter Mitwirkung unseres Archivs vom Stadtteilarchiv Ottensen fertiggestellt und eröffnet.
- Die Aufarbeitung der Nachlässe der Herren Cords und Dr. Ahrens nimmt neben der laufenden Arbeit weiterhin Zeit in Anspruch.

 

Herr Beilfuß erläutert die Jahresabrechnung 2019. Der erfreuliche Kontostand – bedingt durch den Verkauf der Othmarschen-Chronik und die Arbeit am Layout durch Frau Beilfuß – darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Einnahmen in einem “normalen” Jahr nicht unbedingt ausreichen, um die Ausgaben zu decken. Ein gewisses finanzielles Polster ist deshalb beruhigend.

 

TOP 5: Der Haushaltsentwurf für 2020 ist in einigen Punkten ungenau, da er unvorhergesehene Kosten nicht berücksichtigen kann, wie z. B. derzeit die Hilfe eines Computer-Spezialisten. Es ist davon auszugehen, dass Ausgaben in Höhe von gut 2000 Euro durch Beiträge und Spenden weitgehend gedeckt werden können. Der Haushaltsplan wird ohne weitere Rückfragen zur Kenntnis genommen.

TOP 6: Die Rechnungs- und Kassenprüfer Frau Scheel und Herr Kakies haben Abrechnung und Belege am 3. 2. 20 geprüft und nichts beanstandet, was sie durch ihre Unterschritt dokumentierten.

 

 

TOP 7: Auf Antrag von Herrn Dr. Wittchen wird der Vorstand bei Stimmenthaltung des Ehepaars Beilfuß einstimmig entlastet.

 

 

TOP 8: Da Herr Kakies schon mehrere Jahre die Kassenprüfung gemacht hat, wünscht er einen Wechsel in dieser Funktion. Als neue Rechnungs- und Kassenprüfer werden in Abwesenheit – aber mit vorheriger Zustimmung – Frau Birgit Martens (ebenfalls Mitglied im Archivverein) und Frau Almuth Scheel gewählt bzw. wiedergewählt.

 

 

TOP 9: Herr Beilfuß erläutert geplante zukünftige Projekte des Vereins wie z. B. eine Fotoausstellung zu Groß Flottbek. Da in der VHS 2021 größere Bauarbeiten zu erwarten sind, ist die Eröffnung einer solchen Ausstellung erst für das Frühjahr 2022 vorgesehen. Dieser Termin ist mit dem Leiter der VHS, Herrn Giewald, abgestimmt.  2020 steht bei unserer Arbeit u. a.  der 250. Geburtstag von L. A. Staudinger im Mittelpunkt. Herr Eitmann sorgt regelmäßg für interessante historische Beiträge in “Unser Blatt”.

 

 

Herr Simmon möchte noch zu Lebzeiten dem Archiv und dem Sozialwerk des BV finanziell helfen. Seine vorgetragenen und diskutierten Ideen dürften jedoch nicht umsetzbar sein.

 

Frau Beilfuß schließt die Versammlung um 18.15 Uhr.

 

Wir trauern…

 

In den letzten Monaten haben wir zwei verdienstvolle Mitglieder verloren.

 

Im März starb Herr Manfred Walter, unser 2. Vorsitzender und viele Jahre 1. Vorsitzender des Bürgervereins, und im September Herr Gerhard Simmon. Beide gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Archivs und haben das Archiv über die Jahre des Bestehens in vielerlei Hinsicht tatkräftig unterstützt. Wir werden sie in Ehren halten und vermissen. 

Der Vorstand des Archivvereins ist wieder komplett

 

Bedingt durch die Corona-Pandemie war es komplizierter, einen neuen 2. Vorsitzenden als Nachfolger von Herrn Walter zu wählen. Da sich die Mitglieder nicht treffen durften, wurde die Wahl als Briefwahl durchgeführt, was das Amtsgericht (Vereinsregister) nach einigen zusätzlichen Auflagen letztlich akzeptierte.


Fast einstimmig (1 Enthaltung) wurde Frau Sabine Witte - zusammen mit ihrem Sohn seit einigen Jahren Mitglied im Archivverein - gewählt.
Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Inzwischen ist die Volkshochschule wieder geöffnet und wir stehen dort wie gewohnt donnerstags von 10 bis 12 Uhr im Raum A110 für Ihre Fragen und Anregungen zur Verfügung. In der übrigen Zeit sind wir telefonisch unter der Nummer 880 22 45 (Beilfuß) oder 890 31 46 (Eitmann) erreichbar, um z. B. einen anderen Besuchstermin im Archiv zu vereinbaren.

 

Wir haben die Schließzeiten auch dazu genutzt, schon jetzt die Befreiung von der Körperschaftssteuer zu verlängern, sodass wir weiterhin steuermindernde Zuwendungsbestätigungen für Beiträge und Spenden ans Archiv ausstellen dürfen.
IBAN-Nr. DE61 2005 0550 1043 2253 98

 

 

Die Register sind fertig!

 

Es sind die Register der Artikel und der Bilder in „Unser Blatt“ und in den Vorgängerzeitschriften „Mitteilungen“ und „Zeitung“ ab 1949.

 

Die Register sind so umfangreich, dass sie jeweils aus drei Teilen bestehen: drei Dateien „Verzeichnis der Artikel“ und drei Dateien „Verzeichnis der Bilder“, jeweils für die Zeiträume 1949- 1980, 1981-2000 und 2001-2020. Die Register werden regelmäßig aktualisiert.

 

Zum Ausdrucken sind die Dateien zu groß, aber Sie können sie auf dem Rechner im Archiv einsehen, und wenn Sie einen USB-Stick mitbringen, können Sie sich die Dateien auch herunterladen (Word-Dateien). Möglich ist auch die Zusendung per E-Mail. Erwartet wird dafür eine Spende auf das Haspa-Konto des Archivs: Archiv Flottbek-Othmarschen, IBAN: DE61 2005 0550 1043 2253 98.

 

Archiv und Bürgerverein wollen alte denkmalgeschützte Gebäude retten -     Was wird aus der Villa am Statthalterplatz 1?

 

Viele unserer Mitglieder werden es längst bemerkt haben: Die denkmalgeschützte Villa am Statthalterplatz 1 (Baujahr 1906; Entwurf Schaar & Hintzpeter) steht seit mehreren Jahren leer. Das Gebäude verkommt, der Garten verwildert und nichts Sichtbares zur Erhaltung geschieht. Der (neue) Eigentümer, dessen Antrag auf Abriss und Nachverdichtung des Grundstücks seinerzeit abgelehnt wurde, beteuert zwar jetzt, dass er an einer denkmalgerechten Sanierung sehr interessiert sei, hat jedoch entgegen seinen Zusagen dem Denkmalschutzamt gegenüber keine Taten folgen lassen. Warum eigentlich nicht? Jede Verzögerung der Baumaßnahmen bedeutet doch Mehrkosten und Einnahmeverluste. Ein paar Ziegelsteine, luftig hängende Planen am Gebäude, einige Sandhaufen etc. sollen unseres Erachtens lediglich den Eindruck vermitteln, dass sich etwas tut. Wir befürchten jedoch, dass der Eigentümer in Wahrheit das Haus verfallen lassen will, um es dann irgendwann doch abreißen zu dürfen und das von ihm gewünschte Ärztehaus bauen zu können. Von Bürgerinnen und Bürgern auf das Schicksal dieses Hauses (und noch einiger anderer leerstehender Häuser im Stadtteil) angesprochen kümmern sich das Archiv und auch der Bürgerverein – hoffentlich erfolgreich – um die Erhaltung der Villa am Statthalterplatz. Wir werden Sie zu gegebener Zeit weiter informieren.

 

Das Halbmondhaus

Das Halbmondhaus (Elbchaussee 228), - zugleich Logo des Bürgervereins und des Archivs - wurde von der Reemtsma-Stiftung erworben und wird zur Zeit umfassend saniert. Anschließend bietet es Raum für 3 Büros. Die Sanierung ist recht aufwändig, da seinerzeit z. B. Gifte (Lindan u. ä.) für die Holzkonstruktion eingesetzt wurden, die nur schwer wieder zu entfernen sind. Geduld ist gefragt. Aber im Gegensatz zur Villa am Statthalterplatz tut sich hier was.

 

Ein Blick ins Archiv

Was wird gesammelt?
Wir archivieren Fotos, Postkarten, Bücher, Zeitungsausschnitte, Ortspläne, Landkarten, Familiengeschichten und anderes Bemerkenswertes - kurz: alles, was einen Bezug zu Flottbek und Othmarschen und zu den Elbvororten hat.

Was gibt es bereits zu sehen?
Über 3.000 Bilder (alte Postkarten und Fotos) von Privathäusern, öffentlichen Einrichtungen, Gaststätten, Handwerksbetrieben, Parks und Grünanlagen usw. aus früherer und aus neuerer Zeit sind bereits erfasst.
Alle diese Bilder sind  digitalisiert auf dem Archiv-Rechner gespeichert und können so auf dem Bildschirm betrachtet werden.

Der Buchbestand des Archivs - noch relativ überschaubar - ist fachgerecht katalogisiert, sodass Sie sowohl direkt am Regal als auch am Bildschirm - auch thematisch - nach bestimmten Büchern suchen können. Zu finden sind in der Regel nur Bücher, deren Inhalte oder Verfasser einen Bezug zu unseren Stadtteilen haben. Ein paar alte Adressbücher sowie eine Reihe von plattdeutschen Büchern sind ebenfalls dabei.

Als Ergänzung zum Buchbestand sammeln wir thematisch geordnet in Hängeordnern Zeitungsausschnitte, Druckwerke mit nur wenigen Seiten, Prospekte usw. für eine große Zahl von Einzelthemen. Hier ist schon manch ein Besucher fündig geworden.

Ehemalige Schüler der Schule Röbbek dürfte interessieren: Wir haben Bände aus der Schulverwaltung: einen Band “Versäumnisprotokoll 1943-1946”, Schülerverzeichnisse 1945/46 bis 1950/51 sowie einen Band “Schülerzeugnisse“.

Vor 100 Jahren gab es den "Grundeigentümer-Verein der Villenanlage Groß-Flottbek”, der in unregelmäßigen Abständen “Vereins-Mitteilungen” herausgab, von denen sich die meisten in unserem Archiv befinden. Sie enthalten nicht nur vereinsinterne Texte, sondern auch Artikel zur Wohn- und Lebenssituation (Energieversorgung, Verkehr, Straßenreinigung usw.) mit dem Ziel, diese zu verbessern.

Eingesehen werden können auch alte Unterlagen, zum Beispiel über das ehemalige E-Werk in Groß-Flottbek, das seinerzeit geplante Gas-Werk sowie diverse Berichte und Unterlagen über Angelegenheiten der Gemeinde Groß-Flottbek aus den Jahren 1899 bis 1926.

Unsere Stadtteile sind grüne Stadtteile mit vielen alten Bäumen, Grünanlagen und Parks. Deshalb dokumentieren wir ihre Pflege, Erhalt und Veränderungen. Das Parkpflegewerk des Jenischparks z. B. liegt digitalisiert vor (Dank an Herrn P. Ziegler!).

Ausfahrten des Bürgervereins (Fotos, Karten, Berichte und weiteres Material wie Prospekte) hat Elisabeth Dinse zusammengestellt. Die Sammlung umfasst den Zeitraum von Januar 1996 bis September 2005 (mit wenigen Lücken). In gleicher Weise hat Frau Dinse Unterlagen von den Theaterreisen (1998-2006), den Wanderreisen (2003 und 2004), den Fahrten zu den Musikfestivals (1999-2005) und den Utfohrten mit den Plattdüütschkring (1998-2006) gesammelt.

Natürlich gibt es im Archiv noch mehr zu entdecken, was nicht alles erwähnt werden kann. Das reicht von Ortsplänen und Landkarten über Notgeldscheine von 1921 bis hin zu einzelnen Objekten wie den verkohlten Überresten der Flottbeker Mühle, die in den Neunzigerjahren durch Brandstiftung zerstört wurde.

 

 

Wie geht es weiter?

 

Zur Vergrößerung der Sammlung ist das Archiv darauf angewiesen, dass ihm entsprechendes Material gespendet wird. Das gilt auch für Neuerscheinungen von Büchern, weil für Anschaffungen nur wenig Geld vorhanden ist. Deshalb bitten wir, dass Sie beim Aufräumen oder auch bei Haushaltsauflösungen an unser Archiv denken.

Nicht nur bei den Materialien, sondern auch bei den Finanzen sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns besonders über neue Mitglieder, die mit ihrem Beitrag helfen, die laufenden Kosten zu decken. Für alle Spenden und Mitgliedsbeiträge erhalten Sie eine Zuwendungsbestätigung für das Finanzamt.

Wenn auch Sie der Meinung sind, dass das schriftliche Gedächtnis unserer Stadtteile gestärkt werden sollte, dann unterstützen Sie uns bitte, wo und wie Sie nur können.

 


Erfreulicherweise gibt es immer wieder Anfragen ans Archiv und Sachspenden. Also wird unser Archiv-Verein stärker bekannt und wahrgenommen. Ein gutes Zeichen! Wir werden nun verstärkt auch aktuelle Unterlagen über Flottbek und Othmarschen sammeln, weil diese in 25 oder 50 Jahren ebenfalls Zeitgeschichte sind.

Durch Geldspenden anlässlich von Geburtstagen haben wir für einige Jahre eine sichere Grundlage zur Finanzierung der Raum- und Nebenkosten. Die Arbeit im Archiv erfolgt wie bisher ohne Extraausgaben ausschließlich ehrenamtlich! Für den Ankauf bestimmter Dokumente sind wir jedoch auf Spenden angewiesen. Diese sind steuerlich absetzbar.


 

Pläne für die nächsten zwei Jahre

 

Neben der „laufenden Arbeit“ im Archiv planen wir für 2022 wieder eine Fotoausstellung. Dann soll der Stadtteil Groß Flottbek im Mittelpunkt stehen. Gibt es Flottbeker, die Bildmaterial besitzen, das sie uns zum Scannen für diese Ausstellung zur Verfügung stellen können? Gerade persönliche Bilder mit passenden Geschichten machen eine solche Ausstellung interessant und lebendig. Wir freuen uns auf Ihre Schätze.
Da 2021 in der Volkshochschule umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt werden, kann in dem Jahr keine Ausstellung stattfinden. Das Archiv bleibt aber geöffnet wie auch jetzt zu Corona-Zeiten. Und wenn Sie lieber zu Hause bleiben als uns im Archiv zu besuchen, empfehlen wir als Lektüre unsere Othmarschen-Chronik.

 

 

 

Die Othmarschen- Chronik

Sie erhalten die Chronik im Archiv, beim Bürgerverein oder in den Buchhandlungen der Waitzstraße. Sie kostet nur 10 Euro.