Die Geschichte des Bürgervereins Othmarschen-Flottbek

Zur Verwirklichung dieser Aufgaben werden zahlreiche regelmäßig sowie einmalig stattfindende Veranstaltungen angeboten. Das vielfältige Angebot reicht dabei von monatlichen Wanderungen in der Umgebung Hamburgs und Tagesausfahrten mit dem Bus zu Besichtigungen in der Region bis zu mehrtägigen Wanderreisen und Theaterfahrten. In vierzehntäglich stattfindenden Gesprächskreisen werden die französische, die englische und die plattdeutsche Sprache gepflegt. In monatlichen Vorträgen werden kunstgeschichtliche, literarische, historische und geografische Themen behandelt.
Zum Gespräch laden der Stammtisch am ersten Sonntag und der Damenkaffee am zweiten Dienstag jeden Monats ein. In Ausschusssitzungen werden unter anderem kommunalpolitische Themen diskutiert. Von dreißig Mitgliedern gegründet, fand der Bürgerverein schnell Zuspruch und konnte bereits nach einem Jahr die erste eigene Zeitung an 450 Mitglieder versenden. Im Jahre 1954 wurde er in das Vereinsregister eingetragen, damals umfasste er 1000 Mitglieder.

Seine Blütezeit erlebte der Bürgerverein mit seinem Einsatz für den Bau eines Hallenbades in den Jahren 1971 bis 1978. Dabei stieg die Anzahl der Mitglieder auf über 1400. Diese waren bereit, für den Bau des Bades rund 1,5 Millionen DM aufzubringen. Mit dem Scheitern des Hallenbadprojektes verlor der Bürgerverein zahlreiche enttäuschte Mitglieder. Dem versuchte man durch die Gründung vieler verschiedener Interessengruppen mit unterschiedlicher Thematik entgegenzuwirken.

So beteiligte sich der Bürgerverein in den Folgejahren erfolgreich an zahlreichen Initiativen, wie z. B. an der Restaurierung der Knüppelbrücke im Jenisch-Park, an der Namensgebung für den Pastor-Niebuhr-Park, den Lise-Meitner-Park und den Fernando-Lorenzen-Platz sowie an der Diskussion über eine sinnvolle Nutzung des Schulgebäudes Röbbek.

1988 feierte der Bürgerverein sein 40-jähriges Bestehen mit einem großen Festball im Bahrenfelder Forsthaus. Seinen 50. Geburtstag im Jahre 1998 beging er mit einem Festvortrag im Christianeum und gab aus diesem Anlass die erweiterte Chronik "Flottbek-Othmarschen einst und jetzt" heraus. Im Jahre 2005 trugen unsere Vorstandsmitglieder durch die Organisation des Festvortrages und eine Führung durch unseren Stadtteil entscheidend zur Gestaltung der 700-Jahr-Feier Flottbeks bei.

2008 lud der Bürgerverein anlässlich seines 60. Geburtstages seine ehrenamtlichen Helfer zum Dank für ihre Arbeit ins Restaurant „Abendroth“ zum Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen ein.

1956 gründeten engagierte Mitglieder des Bürgervereins das Sozialwerk des Bürgervereins Flottbek-Othmarschen e. V. Das Sozialwerk betreut und unterstützt in Groß Flottbek und Othmarschen Kinder und Jugendliche aus finanziell schwachen Familien durch Zuschüsse für Schulprojekte sowie hilfsbedürftige Mitbürger durch Gutscheine für Nahrungsmittel und durch Kleidung. Ebenso erfahren Schulen und Kindertagesstätten Unterstützung bei eigenen Projekten. In den Sommermonaten und im Advent werden Heimbewohner zu Kaffeefahrten eingeladen.

Die Aktivitäten werden ausschließlich durch Spenden finanziert und durch die ehrenamtliche Mitarbeit der aktiven Mitglieder getragen. Beim 50. Jubiläum des Sozialwerkes im Jahre 2006 würdigte der damalige Bezirksamtsleiter Herr Hinnerk Fock auf einem Empfang die ehrenamtliche Arbeit der derzeit achtzehn Mitglieder.

Langjährige Mitglieder des Sozialwerkes und des Bürgervereins wurden mit der Verleihung des Bronzenen Portugalesers durch den Zentralausschuss der Hamburgischen Bürgervereine und der Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes durch den Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg geehrt.

Im Jahre 2009 hat der Bürgerverein das Archiv Flottbek-Othmarschen des Bürgervereins e. V. ins Leben gerufen, um historische Materialien über die beiden Stadtteile zu sammeln, zu sichten, auszuwerten und auf Dauer zu sichern.

Der Bürgerverein Flottbek-Othmarschen umfasst heute rund 600 Mitglieder. Repräsentiert wird er vom Vorstand mit seinen drei gesetzlichen Vertretern und sechs Beisitzern. Kommunikativer Treffpunkt und Ort zahlreicher Veranstaltungen ist die Geschäftsstelle in der Waitzstraße 26.

Rainer Ortlepp