Nachberichte Reisen & Ausfahrten

Ausfahrt nach Dithmarschen: Meldorf und Wesselburen

Auf diese Ausfahrt am 24. August hatten sich alle Teilnehmer schon lange gefreut. Pünktlich konnten wir am Statthalterplatz starten, und entgegen mancher Befürchtungen waren die Verkehrsverhältnisse gut und es gab keinen Regen. Die abgeernteten Kornfelder rechts und links der BAB 23 zeigten, dass der Sommer zu Ende ging. Schon der Anblick des für den Ort gewaltigen „Doms“ und des schönen Stadtkerns von Meldorf machte neugierig.

Und nach den interessanten Erklärungen unserer freundlichen Reiseleiterin Frau Susanne Bienwald war es für alle, die diese Kirche noch nicht gesehen hatten, ein Erlebnis, die Kostbarkeiten des Baus und seiner Ausstattung zu betrachten. Die Zeit war bemessen, da wir im Landesmuseum zu einer Führung angemeldet waren.

Das Domgoldschmiedehaus mit der Hinweistafel und die Büste zu Ehren Carsten Niebuhrs, dem Arabienforscher und königlich-dänischen Etatsrat, entging uns jedoch auf dem Wege dahin nicht. Einige mussten sich sehr beeilen, um pünktlich dort zu sein. Aber auch dieser Ausflug in die Dithmarscher Geschichte lohnte sich sehr. Wir erfuhren durch Frau Brigitta Rohdewohld von der Selbstverwaltung der freien Bauern, vom Wohlstand - zu sehen an der Swin ́schen Gerichtsstube von 1568 - der Marschbauern und von dem Beginn der Reformation dort. Sowohl die Kämpfe gegen die Begehrlichkeiten der Dänenkönige wie auch die berühmte Schlacht bei Hemmingstedt wurden ausführlich erläutert und durch Dioramen anschaulich untermalt. Jedoch mussten wir uns hier ebenfalls beinahe zu früh verabschieden, weil wir schon in der „Linde“ zum Mittagessen erwartet wurden. Essen und Trinken schmeckten, und die Gespräche drehten sich um das bisher bereits Erlebte.

Nach angemessener Pause fuhren wir dann in eine herrliche Meeresbucht bei aufgelaufenem Wasser zwischen Büsum und Ederdorf bei Warwerort. Dort, in strahlender Sonne und bei einer Brise frischer Nordseeluft beneideten wir die Sonnenbadenden, weil wir nicht lange verweilen konnten. In Wesselburen wurden wir im Hebbel-Museum von Frau Lang-Hinrichs zuerst mit Kaffee und selbstgebackenem Apfelkuchen empfangen und verwöhnt. Eine eigenartige Atmosphäre erfasste uns beim Rundgang im Haus, der Alten Kirchspielvogtei, zu der wir bereits eine Menge Informationen erhalten hatten. Es gab viel zu entdecken in der Sammlung und in den Räumen, in denen Friedrich Hebbel als Schreiber tätig gewesen war. Der Höhepunkt kam allerdings, als uns Frau Bienwald eine Lesung mit viel Gefühl aus ihrem Roman „Da geht einer“ darbot. Im Vortrags/Bibliotheks-Raum war es sehr still bei den Schilderungen über Hebbels Fußreise von München nach Hamburg, und die Spannung am Ende löste sich erst langsam. Viele freuten sich über die Widmungen der Autorin in den Büchern der weiteren Auflage mit dem neuem Dekor. Unser Busfahrer hatte nach gestriger Rückkehr von einer Portugal-Tour abends den „gesetzlichen“ Drang nach Hause. So fuhren wir kurz nach 18.00 Uhr, leider ohne die Wesselburener Kirche besucht zu haben, wieder Richtung Hamburg. Der Dank an den Fahrzeuglenker und unsere Reiseleitung war mit reichlichem Beifall verbunden. Wie geplant, waren wir gegen 19.30 Uhr wieder zurück. Müde, aber begeistert und erfüllt von den Tagesereignissen.

Manfred Walter

 

Besuch des SHMF auf Gut Emkendorf

Die Wetteraussichten für Samstag, den 15. Juli, waren verhalten. Unsere Reisegruppe mit 35 Teilehmer/innen hatte jedoch Glück, dass lediglich einige Tropfen Regen fielen, als bei einem Konzertabschnitt alle unter Dach in der Scheune saßen. Verständlicherweise war zum Ferienbeginn mehrerer Bundesländer die Hinfahrt zwar zeitweise stockend; dennoch erreichten wir unser Ziel zeitgerecht, um gute Plätze auszusuchen und uns zu stärken.

 

Wie die erfahrenen Besucher bei den Musik-Veranstaltungen auf dem Lande wissen, konnten alle Kinder während der Konzertabschnitte an einem „Workshop“ teilnehmen. Zum Ausklang überraschten uns dann die kleinen „Piraten“ mit dem dort Erlernten.

 

Zwischen den Musikdarbietungen war es schön, sich die Beine zu vertreten, miteinander zu reden, prominente Gäste zu sehen und die gepflegte Anlage, die aus dem 18. Jahrhundert stammt, zu bestaunen. Dem reichlichen Angebot zum Essen und Trinken wurde gut zugesprochen. Gute Musik und Kunst machen hungrig und durstig.

 

Die meisten Besucher empfanden den ersten Programmpunkt der gespielten Stücke wegen gewöhnungsbedürftig. Allerdings erhielten die Vortragenden Jonas Palm (Violoncello) und Yukie Takai (Klavier) für ihre Leistung jedoch berechtigten Applaus. Dafür gab es mächtigen Beifall für die Teile II mit Simon Höfele (Trompete) und Magdalena Müllerperth (Klavier) sowie III mit dem Gelius Trio (Micaela Gelius Klavier, Sreten Krstic Violine und Michael Hell Violoncello).

 

Die „Piraten“-Kinder mit Kopftuch, Gürtel und Augenklappen präsentierten sich mit „Wir wollen Seeräuber sein“ am Schluss so mitreißend, dass wie die stolzen Eltern und Großeltern auch die übrigen Besucher freudig applaudierten.

 

Trotz eines kleinen Missverständnisses fanden alle unsere Mitreisenden schnell den Weg zum Bus-Halteplatz und wir konnten pünktlich die Rückfahrt antreten. Bei aktuellen Informationen über den BVFO und die neue Chronik Othmarschen verlief die Heimfahrt sehr zügig und wir waren erfüllt und heil, wie geplant, wieder am Statthalterplatz. Der Fahrer hatte ein Trinkgeld und Dank verdient.

 

Manfred Walter

Adventsausfahrt nach Stade und Altenwerder

Samstag 3.12.2016: Es war ein klarer kalter Morgen, als unsere Reisegruppe mit dem Bus, von Frau Baehr gesteuert, auf schmalen Straßen durch die mit Raureif überzogenen Obstplantagen über Francop, York nach Stade unterwegs war.

Leider hatten sich krankheitsbedingt noch vor der Abfahrt mehrere Teilnehmer telefonisch entschuldigt, was jedoch dazu führte, dass wir reichlich Sitzplätze nutzen und wechselnde Gespräche führen konnten.

Die prächtigen, gepflegten Höfe im Alten Land und die zum Teil noch an den Bäumen hängenden „glasierten“ Äpfel gaben schon einen Vorgeschmack auf das, was uns am Tag noch Schönes erwartete. Zeitgerecht erreichten wir die „Messerschmiede“ in der über 1000 Jahre alten Stadt Stade. Dort waren Plätze für uns zum vorbestellten Essen reserviert und wir konnten uns ohne Eile stärken, da die Küche schnell und wohlschmeckend lieferte.

Pünktlich erwartete uns „Mariechen“ (Frau Edith Bruns) in Tracht und führte uns mit interessanten Erklärungen zur Geschichte Stades durch die engen historischen Gassen und Sträßchen zuerst in die Kirche St. Cosmae et Damiani, wo wir neben der Arp-Schnitger-Orgel und seltenen Kirchenschätzen die Krippendarstellung des Künstlers Gerd Rehpenning (aus Sperrholz gefertigte Kisten, in der sich Figuren der Weihnachtsgeschichte befanden, die durch Luken mit Taschenlampen betrachtet werden konnten) besichtigten. Nicht nur wir, auch andere Kirchenbesucher waren höchst beeindruckt.

Weiter ging die Stadtführung zum Hanse-Hafen von 1250, aus dem bei jeder Trockenlegung zwecks Mauerreparatur Archäologen bedeutende Funde bergen. Der noch „junge“ Weihnachtsmarkt ist alljährlich Anziehungspunkt für das gesamte Umland und war auch bei unserem Besuch so voll, dass es schwerfiel als Gruppe zusammenzubleiben. Frau Bruns schaffte es immer neu, wichtige geschichtliche Begebenheiten und die dazugehörigen Gebäude vorzustellen.

In diesem Bericht können nicht die Atmosphäre, der Geruch, das Licht, die Stimmung und auch nicht Einzelheiten dargestellt werden. Wer es erlebt hat, vergisst es nicht. Eine Überraschung muss dennoch berichtet werden. Eingeladen zu einem Glas Punsch, Saft oder Glühwein trafen wir eine frühere Schülerin von Frau Brandes, die mittlerweile in Stade lebt und arbeitet. Das gab eine herzliche Begrüßung.

Den Abschluss in Stade erlebten wir bei einem gemütlichen Kaffeetrinken im Hökerhaus mit großen Tortenstücken (Motto: Kein Kuchen ist auch keine Lösung.). In einem reservierten Raum las uns die Stadtführerin besinnliche Geschichten namhafter Schriftsteller zu den Festtagen vor. Dann mussten wir weiter zum Bus, der uns nach Al- tenwerder brachte, wo die Kirchenglocken von St. Gertrud extra unseretwegen länger geläutet wurden, damit wir die für uns vorgesehenen Plätze vor Konzertbeginn einnehmen konnten. Der Shanty-Chor „de Molenkieker“ verstand es, alle Zuhörer mit seinen Liedern, Lesungen und Solovorträgen zu kräftigem Beifall zu bewegen.

Nach dem Programmende und einem gemeinsamen Schlusslied erhielt die Kirchenführerin Frau Anne Schauberg vom Chorleiter ein Präsent als Dank für die gesamte Organisation und die Konzertbesucher für den Applaus eine gefühlvoll dargebrachte Zugabe „Abend auf See“.

Während der Rückfahrt nach Hamburg waren alle Teilnehmer erfüllt von den Erlebnissen des Tages und den vielfältigen Eindrücken in Stade und der schönen Dorfkirche in Altenwerder. Wie geplant waren wir gegen 19.45 Uhr wieder heil und gesund in Othmarschen am Statthalterplatz.

Manfred Walter

 

Di

21

Jun

2016

Ausfahrt nach Uetersen ins Rosarium

Auf der Fahrt ins Rosarium in Uetersen wurden die Gäste aus Flottbek/Othmarschen schon im Bus von Frau Brandes durch interessante Informationen zur Rose und zur Geschichte des Rosariums eingestimmt.

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So

11

Okt

2015

Unsere Reise nach Gotha und Eisenach

Eine interessierte Reisegruppe des Bürgervereins hatte sich am Freitag, den 9. Oktober, pünktlich am Statthalterplatz eingefunden und war bereits bei der Abfahrt voller Vorfreude auf die Eindrücke, die uns erwarteten. Je weiter wir mit unserem bequemen Reisebus nach Süden und Osten kamen, umso besser wurde das Wetter. Entsprechend war die Stimmung, die sich während unserer gesamten Unternehmung hielt. Schon im Bus gab es nach der Begrüßung Unterlagen von Gotha und Eisenach sowie von der Wartburg, so dass sich alle vor informieren konnten. Nach zwei kurzen Kaffeepausen unterwegs, fuhren wir dann direkt zu unserem Hotel „Der Lindenhof“ nach Gotha, wo uns Frau Holland bereits erwartete.

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So

02

Aug

2015

"Schleswig-Holstein Musikfestival auf dem Lande" Auf Gut Hasselburg

Nach vielen kühlen Tagen starteten wir bei herrlichem Sonnenschein pünktlich um 9 Uhr vom Statthalterplatz. Den Stau der großen Autobahnbaustelle schaffte unser Fahrer, Herr P. Clemet, mit Ruhe und der Erkenntnis, nicht eine andere Wegwahl einzuschlagen. Natürlich hatten wir dadurch viel Zeit verloren und kamen erst kurz vor Konzertbeginn an. 

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Do

25

Jun

2015

Ausfahrt Malchin und Tellow

Im Rathaus Malchin - Foto: J.Eitmann
Im Rathaus Malchin - Foto: J.Eitmann

Pünktlich starteten wir am 25. Juni zu unserer lange geplanten Ausfahrt in die Mecklenburgische Schweiz und nach Tellow. Alle Teilnehmer waren gespannt, was wir in Malchin und auf dem Thünengut mit Museum erleben und erfahren würden. So war das Interesse - nach kurzer Begrüßung und Einweisung – groß, die von Frau Pöttger vorbereiteten Unterlagen zu studieren. Unser Fahrer Herr Bernd hatte nicht die Stadtquerung Hamburg gewählt, sondern die Südumgehung über die Köhlbrandbrücke. Dadurch hatten wir einen herrlichen Blick über Hafen und geschäftige Terminals. Die Reise verlief störungsfrei, und die Mitfahrer freuten sich über die schöne Landschaft, das angenehme Wetter und das satte Grün der Felder, das in Mecklenburg durch Mohn, Lupinen und Kornblumen noch malerischer wurde. 

Ein kurzer Halt am Fuchsberg wurde genutzt, um sich zu erfrischen und die Beine zu vertreten. Zeitgerecht erreichten wir Malchin, das wir von weitem bereits durch den hohen Kirchturm erkannt hatten. Zu Fuß ging es vom Bus-Parkplatz zum imposanten Rathaus, das 1925 bis 1927 erbaut wurde, nachdem das vorherige bei einem Brand zerstört wurde. Auf dem Vorplatz wurde ein Festzelt für das bevorstehende jährliche Altstadtfest aufgebaut. 

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Di

23

Jun

2015

Uns Utfohrt na Stod mit den Plattdüütsch-Kring

Stod liggt an de Elv un an de Swing,

de swingt sik dörch de Landschop na den Hoben, binnen.

1250 weer de Hanse-Hoben trecht,

negen Johr later ok dat Stapelrecht.

De Hannel mit de Nabers leep man bannig goot,

man een'n Dags würrn de Koopmannsscheep to groot!

Se weern to groot för den lütten Hoben

un de Kooplüüd möten all ehrn Kraam buten in de Elv utladen.

Later hebbt se wat Nees versöcht

un hebbt ehr Waren na Engelland verköfft.

Se harrn dat strenge Hanse-Reglement woll total vergeten. -

Dor hebbt se sik ümkeken,

al 1601 woorn se ut den Hansebund smeten.

Na den 30-jährigen Krieg mit sien Blootvergeten

hebbt sik de Sweden Stod ünnern Nagel reten

. Karl XII. hett Stod to een Festung utbuut.

Düsse Tiet is twars lang vergahn -

avers - kiekt mol op den Plan!

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